§ 1 Turnier
Ein Team besteht aus sechs Spieler*innen, von denen mindestens zwei weiblich und mindestens zwei männlich sein sollen.
§ 2 Spielutensilien
Getrunken wird aus Flaschen mit mindestens 330 ml Inhalt. Jedes kohlensäurehaltige Getränk ist zulässig.
Geworfen wird auf eine zum Teil mit Wasser gefüllte 1,0-l-Plastikflasche mit einem Ball mittlerer Größe.
§ 3 Spielfeld
Gespielt wird auf einem Feld von ca. 12 × 6 Metern. Beide Teams stellen sich gegenüber entlang ihrer Grundlinie in einer Reihe auf. Die Plastikflasche steht im Zentrum des Spielfelds.
§ 4 Sportliches Verhalten
Der Umgang der Teams untereinander und mit der Schiedsrichterin oder dem Schiedsrichter soll von fairem und sportlichem Verhalten geprägt sein. Die Anwendung oder Androhung von Gewalt führt zur sofortigen Disqualifikation des gesamten Teams.
Trashtalk ist zulässig. Ausgenommen sind jedoch Äußerungen über Verwandte ersten Grades sowie Partnerinnen und Partner.
§ 5 Regelverstöße
Ein Verhalten ist regelwidrig, wenn dieses Regelwerk es ausdrücklich festlegt. Darüber hinaus ist ein Verhalten regelwidrig, wenn es gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Trinkenden verstößt.
Ein regelwidriges Verhalten wird erst zum Regelverstoß, wenn es von der Schiedsrichterin oder dem Schiedsrichter bemerkt wird.
§ 6 Strafen
Regelverstöße werden mit Strafrunden geahndet, schwere Regelverstöße mit einem Strafbier.
Wird ein Strafbier verhängt, wird die bereits angebrochene Flasche durch eine neue Flasche ausgetauscht. Nur die neue Flasche muss geleert werden.
Wird gegen ein Team eine Strafrunde verhängt, muss eine Spielerin oder ein Spieler dieses Teams einmal um die 1,0-l-Flasche laufen. Während dieser Zeit darf das andere Team trinken.
§ 7 Schiedsrichterin / Schiedsrichter
Der Schiedsrichterin oder dem Schiedsrichter ist eine Sicherheitszone von zwei Quadratmetern zu gewährleisten, die von niemand anderem betreten werden darf.
Entscheidungen der Schiedsrichterin oder des Schiedsrichters werden nicht zurückgenommen und sind kommentarlos hinzunehmen.
§ 8 Würfe
Einzige erlaubte Wurftechnik ist der Schlagwurf (oberhalb der Schulter). Wer den ersten Wurf ausführen darf, wird per Münzwurf entschieden.
Beim Wurf müssen beide Füße hinter der Grundlinie stehen. Geworfen wird reihum; alle Spieler*innen müssen werfen. Wer seine Flasche geleert hat, darf nicht mehr werfen.
Das gegnerische Team darf loslaufen, sobald der Ball die Hand der werfenden Person verlässt.
§ 9 Treffer
Nur wenn ein Team die 1,0-l-Flasche getroffen hat und diese daraufhin umgefallen ist, dürfen die Spieler*innen des treffenden Teams aus ihren Flaschen trinken.
Das treffende Team darf so lange trinken, bis das andere Team die 1,0-l-Flasche aufgestellt hat und sich vollständig mit dem Ball hinter seiner Grundlinie versammelt hat.
Maßgeblich ist allein das STOP der Schiedsrichterin oder des Schiedsrichters. Wiederholtes STOP-Rufen durch ein Team kann als Regelverstoß gewertet werden.
Wer seine Flasche geleert und abgegeben hat, darf weder die 1,0-l-Flasche aufstellen noch den Ball einsammeln. Während das gegnerische Team wirft, dürfen die eigenen Bierflaschen nicht berührt werden.
§ 10 Bier trinken
Die Würde des Bieres ist unantastbar.
Das Bier wird hinter der Grundlinie abgestellt und darf nur zum Trinken vom Boden genommen werden. Die Flasche darf erst nach dem Fall der 1,0-l-Flasche in die Hand genommen werden.
Das Bier darf ausschließlich durch Trinken geleert werden. Auslaufen und Überschäumen sind regelwidrig; die Schiedsrichterin oder der Schiedsrichter kann dies nach Ermessen auch als schweren Regelverstoß einstufen.
Das Verwenden von Trinkhilfen — insbesondere Luftlöcher und Strohhalme — ist schwer regelwidrig. Ebenso ist der teaminterne Austausch von Flaschen schwer regelwidrig.
Wird das Bier durch den Wurf des gegnerischen Teams umgeworfen oder fällt es aus einem anderen Grund um, wird es durch eine neue Flasche ersetzt.
§ 11 Bier umdrehen
Ein Bier gilt als leer, wenn das verbleibende Restbier einen Kronkorken nicht mehr füllt. Die Schiedsrichterin oder der Schiedsrichter entscheidet hierüber nach Ermessen.
Nur die Schiedsrichterin oder der Schiedsrichter darf eine Flasche umdrehen. Spieler*innen, die ihr Bier für leer halten, haben die Flasche bei der Schiedsrichterin oder dem Schiedsrichter abzugeben.
Dreht eine Spielerin oder ein Spieler die Flasche selbst um, oder gilt das Bier nach Satz 1 nicht als leer, wird ein Strafbier verhängt.
§ 12 Spielende
Ein Team siegt, wenn jede seiner Bierflaschen leer ist, also einzeln einen Kronkorken nicht mehr füllt. Die Feststellung trifft die Schiedsrichterin oder der Schiedsrichter.
Bei zeitlicher Begrenzung kann das Spiel nach Ablauf der vorher festgelegten Zeit von der Schiedsrichterin oder dem Schiedsrichter beendet werden. Hat bis dahin noch kein Team gewonnen, siegt das Team mit dem geringsten Restbier.
